Ein Brief an Greta (Kapitel 17&18)

Liebe Greta

Schon wieder habe ich mit meinem Mann diskutiert, dass es so nicht weiter gehen kann. Endlich bin ich auf einen grünen Zweig gestossen. Er hat mir erlaubt mit den Kindern zurück nach Berlin zu kommen. In einer Woche ist es soweit. Es kann doch nicht sein, dass unsere Kinder unter solchen Umständen aufwachsen müssen?! Jeden Tag sehen sie, was auf der anderen Zaunseite abläuft. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie verstehen was da abläuft. Gretel ist 13 in diesem Alter braucht man doch Freundinnen mit denen man reden kann. Ausserdem hat sie ein kluges Köpfchen, welches hier nicht verkümmern sollte. Und Bruno, der treibt sich den ganzen Nachmittag irgendwo herum, bestimmt vermisst er seine drei Freunde auch. Dieser Dreck im Haus setzt den Kindern zu. Ich tu alles dafür, dass es sauber bleibt, jedoch kommen dann wieder diese Soldaten mit ihren Drecksstiefeln. Neulich hatten die Kinder Läuse, worauf Vater, Bruno den ganzen Kopf kahl rasiert hat. Jetzt sieht er aus wie die auf der anderen Zaunseite. Nun gut meine Liebe, ich bin froh ist dieser Schreck bald vorbei. Ich freue mich dich wieder zu sehen.

Alles Liebe und bis bald.

Ein Film..

Menschen.. Sie werden behandelt, als wären sie nicht besser als ein Stück Dreck, werden in Viehwaggons gesteckt und grausam getötet.
Die rede ist vom 2.Weltkrieg, den Juden. Es hat mich schockiert. Wie konnte man Menschen so diskreminieren? Wie konnte es überhaupt so weit kommen, dass Menschen anderen Menschen so etwas antun? Solche Fragen stellt man sich, nachdem man diesen Film in der Sicht der Opfer gesehen hat. Soldaten drängten sie harte Arbeit zu leisten und sobald jemand erschöpft war, wurde er erschossen. Kranke brachte man in die Gaskammer, wo sie elendlich erstickten. Einige wurden sogar sofort von der Rampe in die Gaskammer gebracht, diese sahen nie was in Auschitz wirklich ablief. In dem Film erzählen Opfer von ihrem Leben im KZ und was sie im machen mussten, jedoch erzählten sie sehr sachlich und verdrängen die Gefühle. Auch in dem vorherigen Film, welchen wir gesehen hatten (in der Sicht der Täten) sprach niemand über die Gefühle. Ich kann es gar nicht glauben, dass so etwas wirklich geschehen ist..

 

 

Kapitel 15

Ich denke Bruno hatte Angst vor Kotler, er wollte zuerst zugeben, dass er Schmuel kennt entschied sich jedoch anders. Bruno wollte das Richtige sagen, sagte aber für Schmuel das Falsche. Ich war enttäuscht von Bruno, dass er so reagiert hatte. Bis zu diesem Kapitel war Bruno immer korrekt und diese Person, welche ich am meisten mochte. Ich fand es dann aber sehr lieb von ihm, als er sich bei Schmuel entschuldigt hatte.

Ich denke Kotler reagiert immer wieder so aus Feigheit, weil er hat selber Angst vor dem Führer, geschweige denn Brunos Vater hat. Wiederum kann es auch sein, dass er garnichts anderes kennt als so mit den Juden umzugehen, weil es den Kindern in der Schule schon so gelernt wurde.

 

Kapitel 13

Kotler ist betroffen, dass sein Vater ausgewandert ist, versucht es aber gegen über Brunos Familie zu verstecken. Er sagt sein Vater würde ihm nicht nahe stehen und er wisse nicht wieso dieser in die Schweiz ausgewandert ist. Brunos Vater versucht etwas Gutes darin zu sehen und behauptet, er wäre bestimmt krank und deshalb habe er das Vaterland verlassen. Nach einiger Zeit äussert er sich aber auch über die Feiglinge und Verräter, welche Deutschland verlassen haben und wollte nochmal in Ruhe mit Kotler über dieses Thema sprechen.

Kapitel 11

Wir haben auf einer Internetseite gelesen, wie Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus gelebt haben und was von ihnen verlangt wurde. Zum einen wollte der Führer, dass sie ganz ihm gehören, sie sollten denken und glauben, was die Nazi’s vorgaben und wurden in den Schulen auf Patriotismus getrimmt. Alle Jugendgruppen wurden verboten, alle mussten nun an den Veranstaltungen der Hitlerjugend teilnehmen. Von den Jungen wurde verlangt, dass sie grausam, zäh und agressiv werden, sie durften keine Schwäche zeigen, die Mädchen sollten eine typische, deutsche Mutter darstellen, dafür brauchten sie keine Schulbildung, sie mussten nur so viele Kinder wie möglich auf die Welt bringen.

Der Furor hat sich im Kapitel 11 gegenüber Bruno und Gretel sehr eingebildet und unfreundlich verhalten. Er wusste, dass er alleine der Chef ist und machte sich witzig über die beiden Geschwister. Hitlers Meinung nach sei nur Deutsch wichtig, alles andere bräuche man im Leben nicht. Bruno findet den Furor gar nicht witzig und denkt er wäre der unfreundlichste Gast, den sie je hatten.

Kapitel 7

Bruno hat Angst, dass er genau so verrückt werden könnte wie ein Mann den er in Berlin gekannt hatte. Dieser hat nämlich einmal eine Katze gefragt, ob sie ihn zu Kaffe& Kuchen begleiten würde und so wollte Bruno natürlich nie werden. Deshalb sucht er sich eine Beschäftigung und kommt auf die Idee, dass er sich eine Schaukel aus einem alten Reservereifen machen könnte. Da er aber leider nicht weiss woher er jetzt diesen Autoreif nehmen könnte, muss er Oberleutnant Kotler fragen, welchen er sowieso widerlich findet. Dieser stellt dann den Hausdiener Pavel an und beschimpft ihn, was Bruno garnicht nett findet. Als er schliesslich seine Schaukel gebaut hatte, fällt er durch das Loch im Reif und schlägt mit dem Kopf auf dem Boden auf. Sofort hilft ihm Pavel, der alles mit angesehen hatte und verarztet Bruno. Als später Brunos Mutter nach Hause kommt sagt diese:

„Wenn der Kommandant fragt, sagen wir, ich habe Bruno verarztet.“

Das findet Bruno nicht fair, sagt aber nichts dazu. Ich denke das Pavel ein Jude ist und Mutter deshalb so reagiert, jedoch finde ich es toll, dass sie sich bei Pavel bedankt.

Kapitel 6

In diesem Kapitel sieht Bruno das Dienstmädchen Maria das erste Mal als Mensch, der auch Gefühle hat und sie ausdrückt. Sie sprechen über Aus-Wisch und Maria erzählt dem Jungen, dass sein Vater ihrer Mutter geholfen hatte, was Bruno stolz macht. Man merkt, dass Maria ihm helfen will mit der ganzen Situation klar zu kommen. Dennoch versucht sie ihn zu überzeugen das sein Vater ein guter Mann ist der weiss was er tut und dem sie so viel zu verdanken hat. Als Gretel Maria anfährt als wär sie ein Stück Dreck springt Bruno für sie ein, was ich sehr toll von ihm finde.

”Lass mir ein Bad ein, Maria, ja?”, sagte sie. “Warum lässt du dir nicht selber ein Bad ein?”, fuhr Bruno sie an. “Weil sie das Dienstmädchen ist”, sagte Gretel und starrte ihn an. “Dafür ist sie schliesslich da.” “Dafür ist sie nicht da”, schrie Bruno, stand auf und marschierte zu ihr. “Sie ist nicht nur da, um dauernd Sachen für uns zu machen, verstehst du? Vor allem Sachen, die wir selber machen können.” Gretel starrte ihn an, als wäre er übergeschnappt, und dann schaute sie zu Maria, die rasch den Kopf schüttelte.“

Kapitel 5

Bruno ist traurig, da sein Vater sie noch nicht begrüsst hat, seit sie ihn Aus-Wisch leben. Deshalb sucht Bruno das Gespräch mit ihm und wagt sich in das Arbeitszimmer seines Vaters. Als er dies sieht, staunt er nicht schlecht, denn es ist in Gegensatz zu den anderen Räumen im Haus prunkvoll, besitzt Erkerfenster und riesige Regale mit Büchern. Bruno erklärt seinem Vater, dass es ihm hier nicht gefällt und er sich unwohl fühlt. Der Vater geht anfangs auch noch auf seinen neun jährigen Sohn ein, doch bald hört er damit auf und redet Bruno ein, dass Väter immer besser wüssten was gut für ihre Kinder ist. Bruno ist enttäuscht und wird laut, es ist das erste Mal, dass er seinen Gefühlen freien lauf lässt.

“ Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du deine Arbeit sehr gut gemacht hast, wenn wir von einem sehr schönen Haus und unseren Freunden wegziehen und an einen schrecklichen Ort wie diesen kommen müssen. Ich glaube, du hast etwas falsch gemacht, deshalb solltest du dich beim Furor entschuldigen, vielleicht erledigt sich dann alles von selbst. Vielleicht verzeiht er dir, wenn es dir ernst ist.“

In dieser Stelle finde ich, spricht Bruno endlich mal offen zu seinem Vater,  nicht so zurückhaltend, er sagt seine Meinung direkt hinaus und überlegt sich nicht was für Konsequenzen es geben könnte. Das hat mir sehr gut gefallen.

Kapitel 4

Bruno ist stolz darauf die Kinder entdeckt zu haben. Er diskutiert mit Gretel über die Menschen, die hinter einem riesigen Drahtzaun leben, die Umgebung und ihr Haus, kommen aber auf keinen grünen Zweig. Die Leute, alle haben sie die gleiche Kleidung an, alle arbeiten hinter diesem Zaun, auf dem sandig staubigen Boden, ich würd mich fragen wieso dieser Zaun da ist. Die Kinder aber sprechen über moderne Häuser, das Land und die Tiere die es in dieser Einöde geben müsste, da merkt man, dass sie wirklich noch Kinder sind und naiv mit diesem Bild umgehen.

„Dort drüben sieht es wirklich sehr dreckig aus..“

Ich könnte bei diesem Kapitel nicht wirklich was zu einer Textstelle sagen, nur diese ist mir am ehesten aufgefallen.